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Brustschmerz-Ambulanz am Klinikum Dachau

Kompetente Anlaufstelle zur Diagnostik und Therapie von akuten Thoraxschmerzen ist rund um die Uhr geöffnet

Am Klinikum Dachau steht seit Mitte Oktober 2008 sofort eine spezielle Brustschmerz-Ambulanz oder CPU ("Chest-Pain-Unit") zur Verfügung. Die Bezeichnung CPU darf nur geführt werden, wenn die strengen Kriterien der Deutschen Kardiologischen Gesellschaft erfüllt sind. CPUs gewährleisten bei plötzlich auftretenden Brustschmerzen eine kompetente Anlaufstelle mit allen Möglichkeiten zu rascher und zielgerichteter Diagnostik und Therapie – und das rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres. Zahlreiche Studien belegen, dass durch die Einrichtung von Brustschmerz-Ambulanzen die Herzinfarktmortalität reduziert werden kann. "Von entscheidender Bedeutung ist, dass die Betroffenen beim Auftreten von Symptomen nicht zögern, sondern sofort Hilfe suchen", so Privatdozent Dr. Michael Weber, Chefarzt der Kardiologie des Klinikums Dachau, "uns ist es lieber, sie kommen umsonst, als zu spät!"

Plötzlich auftretende Brustschmerzen können Symptom einer ernsten Erkrankung des Herzens sein. Zu warten, ist gefährlich: je früher eine Behandlung beginnt, desto größer ist die Chance auf ein gutes Behandlungsergebnis. Doch viele Betroffene warten immer noch zu lange, bis sie zum Arzt gehen. "Typisch ist, dass nachts oder am Wochenende Symptome auftreten", schildert Dr. Weber, "aber erst am nächsten Morgen der Arzt aufgesucht wird." Um die Leistungen der Brustschmerz-Ambulanz in Anspruch zu nehmen, können Patienten ganz unbürokratisch einfach kommen – egal, zu welcher Zeit. Da es sich um einen Notfall handelt, ist kein Überweisungsschein nötig. Dabei ist der Transport über Rettungswagen und Notarzt (Tel. 112) die beste und sicherste Lösung. Denn die Kardiologen der Klinik können im Notfall von den Notärzten direkt alarmiert werden.

Vorteile der Brustschmerz-Ambulanz

Die Kriterien der Deutschen Kardiologischen Gesellschaft für eine Brustschmerz-Ambulanz schreiben unter anderem die Verfügbarkeit eines Herzkathetermessplatzes, die Anwesenheit von gut geschultem Personal und insbesondere Ärzten mit kardiologischer Spezialausbildung, sowie die permanente Möglichkeit von computertomografischen Untersuchungen und die Anbindung an eine Intensiv- bzw. Überwachungseinheit vor. Dadurch ist sichergestellt, dass zu jeder Tags- und Nachtzeit eine differenzierte Diagnostik möglich ist. Ergibt sich die Notwenigkeit einer Therapie, muss der Patient nicht erst verlegt, sondern kann sofort behandelt werden. Dies ist ein entscheidender Vorteil für den Patienten – denn die Zeit, die dadurch gewonnen wird, verbessert die Prognose und erhöht die Überlebensrate um ein Vielfaches.

Die Einrichtung der CPU unterstreicht die Bedeutung der interdisziplinären Notaufnahme am Klinikum als der kompetenten Anlaufstelle für alle Notfälle im Landkreis und den angrenzenden Regionen. Denn durch ein bewährtes System stehen Bereitschaftsärzte aus zehn Fachabteilungen auch nachts und an Wochenenden zur Verfügung, die zusätzlich durch Ober- und Chefärzte in Rufbereitschaft unterstützt werden können. Dies ist zum einen wichtig für eine differenzierte Diagnostik, da viele Symptome durch ganz verschiedene Ursachen ausgelöst werden können. Zum anderen ermöglicht es die sofortige Durchführung von notwendigen Therapien. Die Notfall-Verlegungen in Kliniken nach München ist nur in Ausnahmefällen nötig.

Quelle: Amper Kliniken AG Dachau

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Letzte Änderung dieser Seite: November 2008
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© Hans Guldner, Dr. rer. nat. – RegioMed Dachau