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Diabetes Mellitus: Die Zahl der Betroffenen wächst

Ein neuer Artikel aus dem Spiegel zum Thema Diabetes Mellitus sorgt für Aufsehen. In dem Beitrag wird auf den Welt-Diabetes-Bericht der WHO und auf eine Studie aus dem renommierten Fachmagazin "The Lancet" verwiesen. Im Rahmen der Studie führten Forscher 751 Untersuchungen mit fast 4,4 Millionen Teilnehmern in 146 Ländern durch.

Das Ergebnis regt zum Nachdenken an, denn seit 1980 hat sich die Zahl der Erkrankten weltweit fast vervierfacht. Damals schätzte man die Zahl der Erkrankten auf 108 Millionen und heute geht man von einer Zahl von 422 Millionen Betroffenen aus. Die nordeuropäischen Länder zählen weltweit zu den Vorbildstaaten. In Deutschland ist die Zahl der Erkrankten seit 1980 um fast 50% gestiegen. Als Ursache ist vor allem der demographische Wandel nennenswert.

Das Erkrankungsrisiko bezogen auf die Altersstruktur hat sich in der Zeit kaum verändert, jedoch sind ältere Menschen stärker gefährdet an Diabetes zu erkranken. Während das Erkrankungsrisiko für beispielsweise einen 50-Jährigen gleichgeblieben ist, erkranken mehr ältere Menschen an Diabetes Mellitus. Die deutsche Bevölkerung ist seit 1980 nur von 78,4 auf 81,2 Millionen gewachsen. Bezogen auf den Krankheitsverlauf ist es essentiell, die Krankheit frühzeitig zu erkennen. Zur regelmäßigen Kontrolle des Blutes können Blutzuckermessgeräte genutzt werden.

Was ist Diabetes Mellitus?

Diabetes Mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der zwischen Typ 1 und Typ 2 unterschieden wird. Umgangssprachlich spricht man von der Zuckerkrankheit. In Deutschland leiden ungefähr 200.000 Menschen an der selteneren Form Diabetes Typ 1. In den meisten Fällen tritt dieser Typ bereits im Kindesalter auf.

Die Bauchspeicheldrüse der Betroffenen kann das körpereigene Hormon Insulin nicht mehr selbst produzieren. Folgend müssen sich die Erkrankten regelmäßig das Hormon spritzen, um ihren Blutzuckerspiegel zu senken oder stabil zu halten. Im Gegensatz dazu ist für den Diabetes Typ 2 oft eine ungesunde Lebensführung ursächlich. Aufgrund ungesunder Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel befindet sich zu viel Glukose im Blut. Mittels spezieller Medikamente oder Typ 2 Diabetes Insulinspritzen kann der Glukosegehalt gesenkt werden. Symptome, die auf eine Diabeteserkrankung hinweisen, können starker Harndrang, starker Durst, Müdigkeit und Gewichtsverlust sein.

Leben mit Diabetes Mellitus

Die Diagnose von Diabetes bedeuted immer einen Lebenswandel der Betroffenen. Erkrankte mit Diabetes Typ 1 müssen ihren Blutzucker fortan regelmäßig mit einem Blutzuckermessgerät kontrollieren und sich selbst Insulin spritzen.

Betroffene des Diabetes Typ 2 müssen ihre Lebensweise ändern und sich mehr bewegen sowie auf eine gesunde Ernährung achten. Dadurch können die Symptome gelindert und Lebensqualität zurückgewonnen werden. Auch die Lebenserwartung von Diabetikern konnte aufgrund neuer Therapiemöglichkeiten deutlich gesteigert werden. Trotzdem haben beispielsweise 20-Jährige Betroffene in der Regel eine niedrigere Lebenserwartung als Nichtdiabetiker.

Es ist essentiell für einen Diabetiker regelmäßig seine Blutwerte zu kontrollieren. Je besser die Betroffenen auf Ihre Gesundheit achten, desto geringer ist das Risiko für lebensbedrohliche Zustände wie einer Hypoglykämie oder dem ketoazidotischen Koma. Außerdem kann das Risiko von Langzeitfolgen gemindert werden.


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Letzte Änderung dieser Seite: September 2019
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© Hans Guldner, Dr. rer. nat. – RegioMed Dachau